Geisterhai: Bedrohter Tiefseefisch erstmals gefilmt
„Es war fast ein wenig komisch, als er mit der Nase an der Kamera abgeprallt, weggeschwommen und wiedergekommen ist“, berichtete der Haiforscher Dave Ebert gegenüber dem „National Geographic“-Magazin. Nur durch einen glücklichen Zufallen konnten die Wissenschaftler erstmals den Geisterhai in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Das geschah auch nur dank eines hochmodernen Unterwasserroboters, der für ein Forscherteam des Monterey Bay Aquarium Research Institutes in Kalifornien Aufnahmen des Meeresgrunds zwischen Hawaii und Kalifornien machen sollte.
Geisterhai soll Hydrolagus trolli sein
Der Geisterhai, den die Forscher vor die Kamera bekommen, soll ein sogenannter seltener Hydrolagus trolli sein und zur Gattung der Seekatzen gehören. Das Tier, das den Spitznamen Geisterhai erhalten hat und optisch auch eine ziemliche Ähnlichkeit mit Haien hat, ist dennoch nur entfernt mit den Knorpelfischen verwandt. Er ist sowohl mit den Haien als auch mit den Rochen verwandt. Die Tiere haben wie Haie keine Knochen, sondern Knorpel im Körper und der Geisterhai besitzt Zahnplatten anstatt einzelner Zähne. Geisterhai-Männchen haben ihr Sexualorgan in der Nähe des Kopfes. Die Tiere leben tief im Meer in Tiefen zwischen 600 und 2000 Metern Tiefe.